Expertentipp der Woche #2 – Atmung (nicht) vergessen!

Expertentipp der Woche #2 – Atmung (nicht) vergessen!

By am Sep 26, 2017 in Blog |

3 Schritte ausatmen, 3 Schritte einatmen, 3 Schritte aus, 3 Schritte ein.
Der Mythos eines gekoppelten Atem-Schrittrhythmus ist weit verbreitet und doch seit längerer Zeit schon widerlegt, denn wer aus seiner Atmung eine Wissenschaft macht, geht ein hohes Risiko ein! Er greift in das Logistik-Unternehmen Lunge ein. Unangenehme Folgen sind Verspannungen, Muskelkrämpfe, Leistungsabfall. Doch wie umgehen mit der Atmung?

Die Antwort darauf ist ebenso simpel wie logisch: Die Atmung sollte beim Laufen nicht allzu viel Aufmerksamkeit erhalten. Der einzige Tipp ist eine flache Atmung zu vermeiden und auf eine tiefe Bauchatmung zu achten. Dies bedeutet lediglich, dass beim Laufen tief bis in den Bauch eingeatmet werden sollte und ebenso tief wieder aus, damit nicht allzu viel Restluft in der Lunge erhalten bleibt. Der Rhythmus passt sich dabei ganz von alleine an.

Auch die Entscheidung, ob durch Nase oder Mund geatmet wird, sollte nicht zu wissenschaftlich bedacht werden. Zwar nimmt die Nasenatmung eine besondere Stellung ein, da durch sie Verschmutzungen in der Luft abgefangen werden oder die Luft bei kälteren Temperaturen zuvor erwärmt wird. Jedoch kann durch sie oftmals nicht genügend Luft aufgenommen werden. Verlassen Sie sich also ruhig öfter auf ihr Bauchgefühl und vermeiden allzu wissenschaftliche Herangehensweisen. Das lenkt nur zu sehr von der schönen Laufstrecke ab! 🙂

Und falls sich doch einmal Seitenstechen ergeben sollten, hier einige Tipps:

1. Mach mal halblang – Treten des Öfteren Seitenstechen auf, ist es ratsam den Lauf langsamer zu starten und das Tempo dann zu steigern. Dann bleibt  hinten raus mehr Puste.

2. Einen Gang runter schalten – Spürt man beim Laufen aufkommende Seitenstechen, kann es helfen das Tempo zu verringern oder bei akutem Stechen eine Gehpause einzulegen, denn  Seitenstechen können unterschiedliche Ursachen haben, sind aber auf jeden Fall ein Zeichen des Körpers, dass dieser überfordert ist.

3. Rumpf ist Trumpf – Forscher fanden heraus, dass eine gut trainierte schräge Bauchmuskulatur Seitenstechen vorbeugt. Des Weiteren reduziert eine gut trainierte Körpermitte Rotationsbewegung im Rumpf. Die inneren Organe werden aktiv gestützt und man ist weniger anfällig für Krämpfe. Übrigens: ein starker Rumpf verbessert nicht nur die Laufeffizienz, sondern beugt auch Verletzungen vor.